iEMDR

Hypnosepraxis Thorsten Thews, Hypnose Oldenburg

In der Arbeit mit Menschen, die eine bestimmte Lebenssituation als belastend oder einschränkend empfinden, ist es oftmals so, dass wir in Therapie und Coaching an einen Punkt kommen, an dem es nicht recht weiter zu gehen scheint.

Meist fehlen Ideen, wie es denn anders, schöner, erstrebenswerter sein könnte oder es besteht eine unbewusste Angst, an diesem oder jenem Thema weiter zu arbeiten, da befürchtet wird, eine alte, vergessen geglaubte Belastung wieder aufleben zu lassen und erneut durchleben zu müssen.

In diesen Fällen, also wenn es an guten und hilfreichen Ideen mangelt oder wenn befürchtet wird, dass ein traumatisches Erlebnis der aktuell gezeigten Blockierung zugrunde liegt, kann der Einsatz von Methoden aus dem iEMDR hilfreich sein.

EMDR ist die Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Diese Therapiemethode, die ursprünglich ausschließlich über Augenbewegungsmuster ging und daher ihren Namen trägt, wurde von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro entwickelt.

Dr. Shapiro entdeckte während eines Spazierganges im Wald, dass sich ihre belastenden Gedanken auf einmal auflösten und suchte nach der Ursache dafür. Sie fand heraus, dass sich durch den Lichteinfall der Bäume im Wald permanent ihre Augen hin- und herbewegten, was dazu führte, dass sie sich deutlich besser fühlte.
Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelte sie im Zeitraum zwischen 1987-1991 das EMDR, welches sich binnen kurzer Zeit weltweit erfolgreich als Therapieverfahren bei tramatischen Belastungen verbreitet hat. Der Wirkungsmechanismus des EMDR begründet sich nach heutigem Stand der Wissenschaft vornehmlich auf der wechselseitigen Aktivierung der beiden Gehirnhälften, der sogenannten „bilateralen Stimulation“.
Neben der „bilateralen Stimulation“ mit Augenbewegungsmustern sind heute auch Anwendungen verbreitet, die mit Klängen oder Klopfmustern arbeiten.

Im Juli 2007 wurde durch die Bundesärztekammer festgestellt, dass „die EMDR-Methode bei Erwachsenen als Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung als wissenschaftlich anerkannt gelten kann“ (Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie vom 06.07.2006).

In meiner Praxis verwende ich Methoden aus dem integrativen EMDR (iEMDR), wenn es sinnvoll und therapeutisch angezeigt ist. Diese spezielle Methode verknüpft Elemente aus dem EMDR hilfreich mit Formaten aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) und eignet sich somit hervorragend für den Einsatz in Therapie und Coaching.
iEMDR findet auch Anwendung bei der Verarbeitung von Schmerzen, Ängsten, Phobien, Trauer, einschränkenden Verhaltensweisen und inneren Blockaden.

iEMDR ermöglicht es, schnell durch belastende Situationen hindurchzugehen, sie zu bearbeiten und neue, hilfreiche Verhaltens- und Denkmuster zu integrieren. Auch in scheinbaren Sackgassen ermöglicht das iEMDR, einen erstrebenswerten Ausweg zu finden, so dass die Weiterarbeit zielgerichtet möglich ist.